Archiv für November 2013

Radio-Interview

Radio Interview mit einer Aktivistin über Calais

http://rdl.de/index.php?option=com_content&view=article&id=22660:Repressionsherbst_gegen_Gefluechtete_am_Aermelkanal&catid=276:focus-europa&Itemid=503

Video

Ein Video über die vergangenen Tage in Calais

http://www.youtube.com/watch?v=lxx4QOHn4ug

No Border Squat wird geräumt

Dienstag nachmittag wurde die Entscheidung zur Räumung des Squats in Victor Hugo 51 bekannt gegeben. Dieser Squat ist ein sicherer Platz für Frauen und ihre Kinder.
Es war keine Überraschung, dass diese Entscheidung gefällt wurde, wenn man sich die politische Ausrichtung der Stadt anschaut. Wir erwarten auch schon keine Lösungen mehr seitens des Staates. Der Prozess hin zu dieser Entscheidung war mehr als konfus und schuf Gefühle von Unsicherheit, Wut und Ärger seitens der Bewohner desHauses. Zu dieser Zeit haben wir nicht mal die schriftliche Entscheidung gesehen (es wurde auch nichts an unseren Anwalt gegeben), wir haben es durch die Presse erfahren.

Um 8:30 haben sich Leute vor dem Gerichtsgebäude zusammengefunden, um ihren Support auszudrücken. Wir sind sehr glücklich gewesen, diesen lokalen Support zu erleben! Sie haben ihre Wut und Frustration mit uns gteilt über diese andauernde Repression gegenüber Migranten in Calais und der Mangel an Würde, den die Stadt Flüchtlingen gegenüber zeigt.

Wir warten auf weitere Informationen und werden euch auf dem Laufenden halten.

Tägliche Kontrollen

Fast jeden zweiten Tag kommt die Polizei in den Paschtun Jungle.
Bis jetzt wurde er noch nicht geräumt,doch geschehen jedes Mal Festnahmen, die teilweise in Freilassungen, teilweise im Abschiebeknast enden.

Anfang letzter Woche wurden zwei Afghanen wieder in den Abschiebeknast in Coquelles gesteckt.

Teile des Erithrean Jungle wurde geräumt.

Es wird kälter und kälter in Calais. Die Leute werden kontinuierlich aus den bestzten Häusern geräumt und es gibt kaum Zelte, in denen sie schlafen können. Auch Decken sind rar geworden, viele der Organisationen geben keine mehr heraus oder aber haben ihre „Distribution“ Zeiten verringert.
Es gibt keinen Platz,wo sich die Menschen aufwärmen oder eine Tasse Tee in aller Ruhe trinken können.

Die La Pass Klinik hat ihre Duschen geschlossen, welche von den Menschen oft benutzt wurden, da es sonst nur eine andere Möglichkeit einer heißen Dusche gibt. Die jedoch auch nur funktioniert, wenn sie mit Autos der Organisation Secour Catholique zu eben jenen gebracht werden.

Bald wird das BCMO öffnen (eine alte Sporthalle, die immer dann abends ab 19 Uhr geöffnet wird, wenn die Temperatur auf -4° gefallen ist), dieses hat jedoch auch nur Platz für 150 Leute.
Und es leben defintiv mehr als 150 Leute in Calais.

Faschisten-Demo

Über die Facebook Seite „Sauvons Calais“ (https://www.facebook.com/pages/Sauvons-calais/1434922993402093?fref=ts) wurde der Aufruf zu einer Demonstation gegen Migranten und Flüchtlinge in Calais gestartet.
Erst sollte sie am 7. Dezember stattfinden, nun wurde sie auf dem 18. Januar verschoben.

Reportage über Calais

Es geht um die syrischen Flüchtlinge in Calais und einen Besuch im NoBorder Squat sowie ein kurzes Interview mit Natascha Bouchart.

http://www.canalplus.fr/c-infos-documentaires/pid3847-c-la-nouvelle-edition.html

Klick auf “Part. 3 Sages-Femmes en colère”.

Antwort

Der Aufruf, den Natacha Bouchart letzte Woche auf Facebook gestartet hat, ist das Neueste, was sie sich in ihrer Mission, Calais von Flüchtlingen zu „säubern“, hat einfallen lassen.

Indem sie Angst unter der Bevölkerung verbreitet, stachelt sie die Bewohner Calais‘ dazu an, ihr dabei zu helfen, die Flüchtlinge zu vertreiben. Und zwar indem die Menschen ihr Mails schreiben, direkt, wenn sie sehen, dass die Flüchtlinge Unterschlupf gesucht haben. Ihre Begründung ist, dass, wenn dies nicht geschieht,werden an die 1000 Migranten in Calais sein an Weihnachten.

Schreib der Bürgermeisterin und teile ihr mit,was du denkst:

securitesquatcalais@gmail.com

Dies ist ein Beispiel-Brief auf französisch:

“Bonjour,

J’ai pris connaissance avec incrédulité et effroi de l’information concernant votre demande de dénonciation et souhaite par le présent courriel vous faire part de ma profonde désapprobation sur cet appel à délation.

Je suis choquée et horrifiée de constater qu’une maire d’une ville française fait appel à des méthodes dignes d’un autre régime. La délation est un instrument utilisé dans pas mal de régimes totalitaires, d’extrême droite (Parti national socialiste d’Hitler) ou d’extrême gauche (STASI du Parti Communiste en République démocratique d’Allemagne) . Il s’agit d’une arme qui fait appel à des bas instincts et fait preuve d’une grande faiblesse des personnes qui y ont recours.

Dans le réel espoir que vous renfoncerez à cette méthode de répression.

Bien à vous”

(Übersetzung: Mit Horror und Unglauben habe ich gelesen, dass Sie auf Facebook Leute dazu aufrufen, besetzte Häuser zu denunzieren. Ich schreibe Ihnen, um meine absolute Missbilligung auszudrücken.
Ich bin schockiert und entsetzt, dass ein_e Bürgermeister_in solche Methoden verwendet. Die Denunzierung war das Instrument von totalitären Regimes, beispielsweise wurde sie unter Hitler eingesetzt und auch unter der STASI.

Es ist eine Waffe, welche an die Urinstikte geht und zeigt den fehlenden Charackter der Person,die sie einsetzt.

In der Hoffnung, dass Sie darüber nachdenken werden,

mit freundlichen Grüßen,“