Ich bin hier in Calais.

Dies ist meine Geschichte. Adam aus dem Sudan

Als ich mein Land verließ, gab es viele Probleme mit der Regierung. Darum bin ich geflüchtet. Ich kam durch die Sahara nach Libyen. Es war sehr schwer durch Libyen zu reisen. Ich war dort drei Jahre; sie steckten mich für 1,5 Monate ins Gefängnis. Nachdem ich entlassen wurde, machte ich mich auf den Weg nach Europa.
Die Grenze ist sehr hart. Ich kam nach Europa über das Meer, in einem kleinen Boot mit 27 Menschen, inklusive zwei Frauen mit Kindern. Eines war zwei Monate alt. Kein Essen, kein Schlafen, kein Trinken.
Wir erreichten Lampedusa, wir waren dort drei Tage und dann schickten sie mich nach Brindisi. Dort gab es schwerwiegende Probleme zwischen den Nationalitäten aus Eritrea und dem Sudan stammend. Wir waren 75 Sudanesen und 200 Menschen aus Eritrea. Die Polizei brach mich innerlich.
Sie verhafteten mich und zwei weitere. Eine Person kann sich an nichts erinnern. Er verlor seine Erinnerung und seinen Verstand. Mein Freund kann sich an nichts mehr erinnern und mich, mich haben sie gebrochen. Wir waren dort für fünf Monate im Gefängnis. Ich war im Hungerstreik für drei Tage und wollte einen Übersetzer, doch sie lehnten dies ab. Sie brachten mir lediglich einen englischesprachigen Mann. Ich spreche kein Englisch.
Im Arrest waren viel zu viele Menschen – 2800 Flüchtlinge. Sie wurden langsam, einer nach dem anderen, vor Gericht gebracht – einige bekamen Papiere, andere nicht. Einige bekamen Papiere, wenn sie diese bezahlten.
Wenn sie Papiere erhielten, war die Zeit danach für jede Person unterschiedlich. Sie sind Rassisten. Einige bekamen Papiere für drei Monate, andere für sechs Monate und so weiter. Wenn wir unsere Papiere verlängern wollten, so gab es starke Probleme.
Deshalb verließ ich Italien, um nach einem neuen Leben zu suchen. Doch warum kam ich nach Frankreich?
Es gab keinen Unterschlupf, kein Essen, keinen Job in Italien. Selbst mit Papieren. So blieb mir keine Chance, nach Frankreich zu gehen, um es nach England zu versuchen.
Nun bin ich hier in Calais, Frankreich. Mit Polizeiproblemen, keinem Platz zum Schlafen. Ich kann mich nicht frei bewegen, ich kann nicht in einem Squat schlafen, da immer die Polizei vorbeikommt. Das ist das erste Problem in Calais.
Es ist schwierig, einen guten Platz zu finden, um es in die UK zu schaffen. Einige nette Menschen helfen uns einen Schlafplatz zu finden.
Ich möchte diesen gerne danken. Es gibt zu viele schlechte Menschen in Calais.
Und der französische Staat … Jetzt im Winter ist das Leben hart. Wir brauchen eine Decke über dem Kopf. Die Polizei räumt uns kontinuirlich von unseren Schlafplätzen. Und oft wissen wir nicht, wer unsere Freunde sind. Manchmal arbeiten sie mit der Regierung zusammen und schmeißen uns von unseren Schlafplätzen- Das ist hart.

Eine Frage an die Regierung: In dieser Zeit, im Winter, weshalb läßt du alle Unterkünfte schließen? Und läßt uns allein, ohne Platz und Papieren? Mit nic